Platte ca. 13,5 × 10,3 cm Seltener, sehr feiner Original Kupferstich auf starkem Velinpapier von 1839 in exzellentem Zustand. Siehe Foto. Bernard le Bovier de Fontenelle war ein einflussreicher und vielseitiger französischer Schriftsteller und Aufklärer. Fontenelle (wie er in der Literaturgeschichte ausschließlich genannt wird) zählt neben Pierre Bayle zu den bedeutendsten französischen Frühaufklärern. Er entstammte einer amtsadeligen Juristenfamilie aus Rouen und war Neffe der Dramatiker Pierre und Thomas Corneille. Nach Studien auf dem Jesuitenkolleg seiner Heimatstadt ging er nach Paris. Hier reüssierte er rasch, eingeführt von Thomas Corneille, als galanter Lyriker, Komödienautor, Opernlibrettist, Verfasser eines Briefromans und nicht zuletzt als gesuchter Salon-Animateur. 1683 erschienen seine Dialogues des morts (Totengespräche), fiktive Dialoge zwischen berühmten Toten aus der Antike und der jüngeren Vergangenheit, z. B. zwischen Sokrates und Michel de Montaigne. Hauptthema sind die nach Fontenelle ganz unberechtigten Vorurteile seiner Zeitgenossen zugunsten der Antike, Vorurteile, die er seine antiken Sprecher ironisch oder pseudo-naiv ad absurdum führen lässt. 1686 kamen seine Entretiens sur la pluralité des mondes (Unterhaltungen über die Vielzahl der Welten) heraus, ein fiktiver Dialog, in dessen Rahmen ein gebildeter Mann von Welt einer interessierten adeligen Dame samt ihrer Tochter (und mit ihnen einem überwiegend als weiblich vorgestellten Publikum) bei einem nächtlichen Spaziergang im Park Vorträge hält über das astronomische Wissen gemäß Nikolaus Kopernikus, Galileo Galilei, Johannes Kepler sowie René Descartes und dabei die Möglichkeit nicht ausschließt, dass es auch auf Sternen außerhalb der Erde vernunftbegabte Wesen gibt. Wir senden umgehend mit beiliegender MwSt.Rechnung. Sprache: Französisch Gewicht in Gramm: 150