Die wachsende Bedeutung der Ressource âWissenâ und von IT-basierten Wisse- managementsystemen ist heute in aller Munde. Es gibt kaum ein gröÃeres Unt- nehmen, das sich nicht in der einen oder anderen Form mit dem Management von Wissen beschäftigen würde. Der anfänglich sehr groÃen Begeisterung für dieses neue Gebiet sowohl in der Wissenschaft wie auch in der Praxis folgte eine gewisse Ernüchterung. Weder lieà sich die Thematik wissenschaftlich so rasch greifen, noch erwies sich eine praktische Anwendung als so unkompliziert wie anfangs gedacht. Als eines der Hauptprobleme dieses Gebiets sollte sich erweisen, dass man es v- säumte oder sogar absichtlich vermied, sich Klarheit über den Wissensbegriff zu verschaffen. Man hoffte irrtümlich, mit einem Alltagsverständnis von Wissen eine neue Disziplin aufbauen zu können. Das Feld der relevanten Wissenssachverhalte wurde infolge davon extrem breit gezogen. Als Wissen wurden nicht nur unt- schiedslos sämtliche Kognitionen und Daten bezeichnet, sondern auch alle mög- chen Fähigkeiten, Kenntnisse, Fertigkeiten, Emotionen, Normen usw.