Private Equity (PE) hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen und sich auch in der Ãffentlichkeit zu einem vieldiskutierten Phänomen entwickelt. Die Investitionen der PE-Gesellschaften folgen der Logik einer Partnerschaft auf Zeit, bei der der Ausstieg, d.h. die Desinvestition bereits zu Beginn feststeht. Neben dem op- malen Exit-Zeitpunkt stellt sich für die PE-Gesellschaften in diesem Zusammenhang die Frage nach dem besten Exit-Kanal, z.B. Börsengang gegenüber Verkauf an einen strategischen Investor. Entsprechend dem wachsenden Einfluss auf die Wirtschaft hat sich Private Equity zu einem begehrten Untersuchungsobjekt entwickelt. Wissenschaftliche Arbeiten konzentrieren sich allerdings zumeist auf kleine und mittelgroÃe Gesellschaften und schlieÃen die groÃen Buyout-Gesellschaften aus. Arbeiten zum Thema âExitâ - grenzen sich weitestgehend auf die Analyse der unmittelbaren Exit-Entscheidung selbst und vernachlässigen eine systematische Betrachtung des Gesamtprozesses der Investition mit Blick auf den Ausstieg. In ihrer Arbeit nimmt Birte Sewing diese Forschungslücke auf. Sie widmet sich dem Exit-Management groÃer Buyout-Gesellschaften. Es wird untersucht, ob und - wiefern Buyout-Gesellschaften versuchen, durch eine frühzeitige Planung und eine pro-aktive Vorbereitung bereits von Beginn an den Grundstein zum Erfolg der D- investition zu legen. Der verwendete Forschungsansatz der âGrounded Theoryâ - möglicht es, das bisher wenig erschlossene Untersuchungsfeld detailliert zu analys- ren und die zugrunde liegenden Prozesse und ihre Abhängigkeiten tiefgründig zu verstehen. Frau Sewing gelingt es dabei, mit der Untersuchung von sehr groÃen PE- Gesellschaften in ein Gebiet vorzustoÃen, das wissenschaftlichen Analysen aufgrund dergroÃen Verschlossenheit der Branche bisher nicht oder nur sehr eingeschränkt - gänglich war.