Die erste nichtkommunistische Regierung Polens wurde zwar bereits im Herbst 1989 gebildet, doch kam es erst 1997 zur Verabschiedung eiÂner neuen Verfassung. Diese Verfassung der âIII. Republikâ wies MerkÂmale institutionellen Lernens auf, mit denen z.B. die hohe Fluktuation an Regierungschefs eingedämmt werden sollte. Doch das ParteiensysÂtem ist weiter instabil, und nach den Präsidentschafts- und ParlamentsÂwahlen von 2005 versuchten die Brüder Kaczynski, eine âIV. Republikâ zu errichten. Dieser Band stellt die politischen Kerninstitutionen Polens vor und behandelt die Dynamik ihrer Interaktionen. Er beleuchÂtet die Rolle zentraler gesellschaftlicher Akteure wie der Katholischen Kirche, analysiert die wichtigsten gesellschaftlichen Konfliktlinien und zeigt Entwicklungstendenzen des politischen Systems vor dem HinterÂgrund einer sich rapide modernisierenden Gesellschaft auf.