Fadengehefteter Ganzleineneinband mit goldgeprägtem farbig hinterlegtem Rückentitel und illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag leicht nachgedunkelt und dezent berieben, ansonsten guter bis sehr guter Erhaltungszustand. "Das islamische Spanien - al-Andalus - ist der von den Muslimen von 711 bis 1492 besetzte und im Laufe dieser Zeit einschrumpfende Teil Spaniens. Auf das geschichtlich bedeutende Kalifat in Córdoba (bis 1031) folgt die kulturgeschichtlich nicht weniger hervorragende, christlich-europäische Stadtentwicklungen vorwegnehmende Epoche der Kleinstaaten. Daß sich verhältnismäßig rasch der Niedergang einstellt, beweist, wie fest das Schicksal des Staates damals an die Fähigkeit Einzelner gebunden war. Dieses Schicksal hat etwas mehr als ein Jahrhundert vor seiner Erfüllung unter der Feder des arabischen Literaten und Politikers Granadas, Ibn al-Hatib, eine zusammenfassende Darstellung gefunden, die in der vorliegenden deutschen Bearbeitung und Kommentierung den Rahmen ihrer Zeitgebundenheit verläßt; dabei berücksichtigt W. Hoenerbachs Übersetzung stilistische, dem orientalisierenden Charakter des Originals gemäße Eigentümlichkeiten, um das Werk auch in moderner Repräsentation ort- und zeitgerecht zu erhalten." (Verlagstext) Wilhelm Hoenerbach (* 21. März 1911 in Köln; gestorben 10. Mai 1991 in Troisdorf) war ein deutscher Islamwissenschaftler. 1939 habilitierte er bei Spies an der Universität Breslau. Von 1946 an lehrte er als Privatdozent an der Universität Bonn und war Assistent von Spies am Orientalischen Seminar. 1954 erhielt er eine außerordentliche Professur in Bonn, 1959 eine Gastprofessur in Los Angeles. Von 1962 bis 1970 hatte er an der Universität Kiel den Lehrstuhl für Islamwissenschaft inne, anschließend leitete er bis zu seiner Emeritierung 1976 das Orientalische Seminar der Universität Bonn. Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt Hoenerbachs war die Erforschung und Herausgabe von Quellen zur islamischen Herrschaft in Al-Andalus. Hoenerbach galt zu seiner Zeit als der bedeutendste deutsche Kenner des spanischen und nordafrikanischen Islam. In einem ausführlichen Vorwort zu seiner 1970 erschienenen Übersetzung der Chroniken von Ibn al-Khatib (1313-1374) vergleicht er dessen Geschichtsauffassung mit der des Dichters und Chronisten Pedro López de Ayala (1332-1407). Lisan Al-Din Ibn Al-Khatib (arabisch: Muhammad ibn Abd Allah ibn Said ibn Ali ibn Ahmad al-Salmani; * 16. November 1313 in Loja; gestorben 1374 in Fès) war ein arabisch-andalusischer Universalgelehrter. Er war ein älterer Zeitgenosse Ibn Chalduns (1332-1406) und beschäftigte sich im Emirat von Granada mit Naturforschung ebenso wie mit Geschichtsschreibung, Philosophie und Dichtung. Gustave Edmund von Grunebaum, geboren als Gustav Edmund Ritter von Grünebaum (* 1. September 1909 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben 27. Februar 1972 in Los Angeles), war ein US-amerikanischer Orientalist, Arabist, Islamwissenschaftler und Historiker österreichischer Herkunft. Von 1957 bis zu seinem Tod war er Professor für Geschichte des Nahen Ostens an der University of California, Los Angeles. Er forschte und publizierte insbesondere zur Geschichte des Islam im Mittelalter. (Wikipedia) In deutscher Sprache. 648 pages. Klein 8° (110 x 174mm)